Juni 2022

 

Liebe Besucherin, lieber Besucher meiner Webseite,

 

was heißt eigentlich Armutssensibel Handeln? Dieser zugegebenermaßen ein wenig sperrige Begriff fasst für mich zusammen, worum es in einem ersten Schritt gehen muss, um Auswirkungen von finanziellen Einschränkungen in den vielfältigen Lebenswelten oder Settings angemessen  begegnen zu können. Darum zitiere ich heute meine Definition aus meiner Handreichung: Armut (k)ein Thema für Alle?! - Armutssensibles Handeln als Beitrag zur Gesundheitsförderung für Kinder bis 10 Jahren im Ortenaukreis:

 

„Armutssensibilität ist ein pädagogischer Anspruch. Dieser wird als ‚Feinfühligkeit und Empfindlichkeit gegenüber armutsbetroffenen Menschen – ihrer Lebenslage, ihren Bedürfnissen und Bedarfen, ihren Ressourcen und Bewältigungsstrategien, ihren Rechten‘ beschrieben.“ (Keßel 2020, o.S.)

 

„Armutsbewusst zu handeln bedeutet, Kinder einerseits als Teil ihrer Familien zu verstehen und deren unterschiedliche Voraussetzungen wahrzunehmen. Andererseits gilt es, die Kinder individuell entsprechend ihrer Bedürfnisse zu fördern und zu begleiten, ohne dass die soziale Lage der Kinder das pädagogische Handeln bestimmt“. (Simon u.a. 2019, S. 38)

 

"Es geht also darum,
die Lebenswirklichkeit von armutsbetroffenen Kindern und deren Familien zu kennen;
die Vielfalt von Kindheiten wahrzunehmen;
anzuerkennen, dass alle Kinder und deren Familien über Stärken und Ressourcen verfügen, und damit die Perspektive zu erweitern, weg von einer Defizitorientierung. Armut und Defizite werden oftmals gleichgesetzt;
auf Ungleichheiten sensibel einzugehen und Zugangsbarrieren wahrzunehmen und zu beseitigen;
Erfahrungen, Wahrnehmungsmuster und (pädagogische) Routinen zu reflektieren;
zu überprüfen, inwieweit der eigene (pädagogische) Blick mittelschichtsgeprägt ist (Ideen zu guter Kindheit, wie mit Geld umgegangen werden sollte, Strategien, usw.);
Bewertung und Beurteilungen von Verhalten zu reflektieren und zu erwägen, dass dieses auch im Zusammenhang mit Armut stehen könnte (Fehlt Regenbekleidung, weil es vergessen wurde oder kann sie einfach nicht beschafft werden?);
sprachlich sensibel zu sein: Welche Begriffe (Bildungsnähe, soziale Stärke, arme Kinder, etc.), Bilder und Zuschreibungen wie auch Erwartungen leiten das Denken, Sprechen und Handeln?

 

Die familiäre Einkommensarmut ist lediglich der Bezugspunkt. Hauptziel von armutssensiblem und armutsbewusstem Handeln ist es, mögliche Armutsfolgen für Kinder zu begrenzen und zu vermeiden. Das heißt, Kinder, die in finanzieller Armut aufwachsen mit ihren Ressourcen und Stärken wie auch Bedürfnissen wahrzunehmen und diese individuell zu fördern. " (Meyer 2021, 7f)

 

Es braucht damit aus meiner Perspektive zunächst überhaupt ein Bewusstsein , um darauf aufbauend Handlungsstrategien als Kommune, in der Kinder- und Jugendhilfe, in Kita und Schule entwickeln zu können.

 

Auf diesem Weg begleite ich Sie gerne, sei es

- indem Sie sich als Kommune auf den Prozess einlassen, aktiv gegen Kinderarmut zu 
  werden,

- oder in Vorträgen bei Ihren Fachtagungen und Fachtagen

- oder in Fort- und Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte wie auch Akteur*innen
  der Kinder- und Jugendhilfe, Bildung und Gesundheit.

 

Nehmen Sie gerne Kontakt mir auf!

 

Herzliche Grüße

Anita Meyer

 



Wer ich bin

Anita Meyer M.A.

 

Bildungswissenschaftlerin

Diplom Sozialpädagogin (FH)

Was ich anbiete

  • Prozessbegleitung
  • Qualitätsentwicklung
  • Vorträge & Seminare
  • Berufliche Weiterbildung
  • systemische Supervision/ systemisches Coaching

Was mich motiviert

  • Armutssensibel Handeln
  • Chancen für Teilhabe schaffen
  • Barrieren wahrnehmen und abbauen
  • Kompetenzorientierung